COMEDY-KOLUMNE: Lass uns umziehen – es ist Kartoffelsalat übrig

Also einen fröhlichen, geschafften, muskelverkaterten Morgen, den hab‘ ich. Weil ich dachte mir: Ferien haben angefangen, das Fernsehprogramm nur Wiederholungen, kein Fußball, da kannste doch auch umziehen! Hab‘ ich gemacht. Und werd‘ es jahrzehntelang nicht mehr machen.

Grausam! Wo sind die UN-Blauhelmtruppen, wenn man sie wirklich braucht? Erst alles einpacken, mit Seidenpapier wird jede angeditschte Tasse eingepackt, in der neuen Wohnung ausgepackt und dann weggeschmissen. Wie lächerlich ist das denn, wenn sechs erwachsene Männer versuchen, eine Tür auf den Boden zu tragen, aber dabei eine neue Komplettrenovierung zu verantworten haben?

Drei Leute schreien „Vorsicht“, aber keiner hält die Klinke zurück. Naja, der riesige Bodenspiegel gefiel mir sowieso nicht.

Mindestens 3 abgebrochene Fingernägel (blutend!!) beim Aufbau von Schränken aus blau-gelben Irrenhäusern, wo immer am Ende eine Schraube zu viel ist. Und jeder sagt dann: „Hoffentlich bleibt das Regal ,Vikstand` auch stehen, ohne die Scheißschraube!“ Und dann als Krönung der Kartoffelsalat von Tante Katha. Wer soll denn diese Mengen essen?

Sollten unsere Jungs in Kabul mal ein Versorgungsproblem haben: Tante Kathas Kartoffelsalat und der Taliban schmeißt definitiv hin. Das sollte unser Jung für Verteidigung mal bedenken! Immer gibt’s beim Umzug Kartoffelsalat! Ich glaub‘ mittlerweile, dass Leute sagen: „Mensch, haben wir viel Kartoffeln übrig, komm‘, ich mach‘ Salat, dann können wir auch umziehen! Und diese Würstchen dazu, die schmecken ja wie, wie – wie Würstchen!

Und dann musste alle irgendwann zur Einweihungsparty einladen und sie versauen dir ein zweites Mal die Wohnung. Und es gibt diesmal Nudelsalat! Entsetzlich. Aber ganz ehrlich: Ganz schön, dieses Hamburg, kann man nix sagen, fast so schön wie Hamborn. Glück auf!!

 

via COMEDY-KOLUMNE: Lass uns umziehen – es ist Kartoffelsalat übrig | News – Hamburger Morgenpost.