COMEDY-KOLUMNE: Kreuzberg und Schanze – eine Soße!

Nur noch in wenigen Punkten hat die Bundeshauptstadt gegenüber Hamburg Vorteile. Herrlich, ich mein‘ jetzt nicht beim Fußball, nein, das wäre ja lächerlich.

Aber auch in einem anderen Punkt nicht. Kreuzberg und Schanzenviertel, 1. Mai und Schanzenfest, da sind doch kaum noch Unterschiede. Der Tourismus klatscht Beifall: Aus dem ganzen Bundesgebiet werden Idioten – also Nazis – zusammengekarrt, und die „demonstrieren“, also stellen ihre unglaubliche Doofheit zur Show, und dann gibt es wenig später Krawall. Leider buchen die aber in den seltensten Fällen Vier-Sterne-Hotels mit Elbblick. Ladenbesitzer haben Angst um ihre Glasversicherung; wer einen auch noch so alten Benz fährt, parkt den mal besser ein paar Tage in der Tiefgarage.

Hinterher sagt dann die Polizei, dass man mit der Heftigkeit dieser Idioten nicht rechnen konnte, und dass absolut hundertprozentig unwiderruflich alles genauestens und richtig gemacht worden ist. Besonnen, deeskalierend und schlafmützig. Und die Politiker danken den armen Polizisten, die zwischen den vermummten, besoffenen und krakeelenden Zombies ihre Knochen hinhalten mussten. Es ist nicht auszuhalten. Die gleichen Politiker, die es nicht schaffen, diese hirnlose Masse wenigstens als Partei zu verbieten. Ist doch so, oder? Ja, leider ist es genau so! Glück auf!

 

via COMEDY-KOLUMNE: Kreuzberg und Schanze – eine Soße! | News – Hamburger Morgenpost.